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Die Pferdekopfgeige ist DAS traditionelle zweisaitige Instrument der Mongolen. Der Boden und der Hals sind aus Holz gefertigt. Das Ende des Halses hat die Form eines Pferdekopfes. Der Klang ist ähnlich unserem Cello. Die Saiten werden aus getrockneten Hirsch- oder Bergschafsehnen gewunden. Der Bogen wird aus Weidengerte gefertigt und ist mit Pferdeschwanzhaaren bespannt. Die Saiten werden mit Lärchen- oder Zedernholzharz bestrichen.

Man verwendet das Instrument zum Spielen von mehrstimmigen Melodien. Dieses Instrument ist in der Mongolei sehr weit verbreitet. Man braucht es bei vielen Gelegenheiten wie dem Zelebrieren von Ritualen, bei der Begleitung von Tänzen oder Liedern oder um die Geräusche der Pferdeherden wiedergegeben. Man spielt es auch, wenn ein Mutterschaf nicht willig ist, sein Junges zu stillen. Eine Legende erzählt von der Entstehung dieses Instrumentes: Ein Mongole vermisste sein gestorbenes Pferd so sehr, dass er sich aus dem Pferdekopf, den Knochen und den Pferdeschwanzhaaren ein Instrument baute, um darauf die vertrauten Geräusche zu spielen, die er an seinem geliebten Pferde so vermisste.